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Sonntag, 27. November 2016

Feingebäck fürs Bad

Dieses Jahr werde ich anscheinend nur gesund, um mir sofort wieder etwas Grässliches einzufangen. Und das geht schon seit Januar so. Große Lust zum Werkeln hat man da nicht, und Frau Kreativität humpelt gerade noch so auf Krücken neben mir her. Also an der Bastelwastelfront tut sich daher nicht so viel, und das bisschen, was ich zeigen könnte, kann ich doch nicht zeigen, weil, ja weil fast alles in das Adventskalenderwichteln im Seifenforum gewandert ist, einschließlich der Seifen. Und ich muss warten, bis mein Wichtelkind mich "erraten" hat.
Was für ein Glück also, dass Eva Schaumzwerg und ich uns am Zwölften bei ihr zu einer gemeinsamen "Backstunde" getroffen haben. Entstanden sind zwei verschiedene, spaßige Badezusätze: Baderouladen und Badekekse. Die letzteren werden sogar im Ofen gebacken - also gut, also gut, eher getrocknet.
Nach folgenden Rezepten haben wir die Rouladen gearbeitet:
150g Natron
75g Zitronensäure
80g SLSA
45g Speisestärke
45g Buttermilchpulver
120g Kakaobutter
Gefärbt wurde mit Pigmenten von VvW und beduftet sind die Rouladen mit Lavendel-Bergamotte von Sensory Perfection

Eine genaue Anleitung für die Baderouladen und die Badekekse - das Rezept dafür stammt von Eva selbst - findet ihr auf Evas Blog. Sie hat inzwischen noch weiter experimentiert und ihre Ergebnisse können auch im Seifenforum nachgelesen werden.
Und das ist bei unserem netten Nachmittag herausgekommen:


Hübsch aufmarschiert: Rouladen in Formation

Noch ein bisschen Badewasser dazu gefällig?

Nicht zum Anbeißen

Duftet gut, nur wonach? Ich vergesse fast jedes Mal,
mir das aufzuschreiben

Ha! Da habe ich mir den Duft gemerkt: Rose und Milch

So, und was poste ich jetzt als Nächstes? Ich kann nichts Seifiges posten, nichts Basteliges und auch keine Handarbeit. Hm. Bleibt nur ein Bericht aus Delaware und Pennsylvania. Dafür musste ich doch glatt nach Amerika fahren. Aber das gibt's dann erst im nächsten Post.
Und ich gehe jetzt meinen Adventskalenderwichtelnadventskalender auspacken. Juhu!

miscellanea

Mittwoch, 12. Oktober 2016

Vorläufig Idun - Sole, Gurke, Stutenmilchpulver (Seife Nr. 102)

Geht es euch auch manchmal so? Beim morgendlichen Blick in den Spiegel stellt man fest, dass das Gesicht darin mit sehr viel mehr Haut versehen ist als früher (Nein, als gestern noch) genug, um nochmals ein Gesicht damit auszustatten. Vor allem muss man pro Auge nicht mehr nur ein Lid öffnen, um etwas zu sehen, sondern zwei oder drei, wenn's am Vortag mal wieder spät geworden ist. Nun, im Grunde ist es sicher nicht schlecht, von so etwas Nützlichem wie Haut ein bisschen mehr als nötig zu haben, aber muss ich deshalb gleich zum Shar Pei mutieren? Nach dem obligatorischen Entsetzensweckruf wasche ich den Fremdling im Spiegel dann doch jedes Mal.
Mein neues Seiflein ist sichtlich von solcherlei düsteren Gedankengängen beeinflusst: Gurken und Tonerde zur Straffung, Stutenmilch zur Pflege der Haut, ihr seht schon, worauf das hinausläuft (Ob die diesjährige Gurkenernte Niederbayerns insgesamt überhaupt ausreichend ist für deine Zwecke?).
Gesiedet habe ich die cremefarbene Seife am Montag nach unserer Rückkehr aus London nach folgendem Rezept, und ein paar Beschwörungsformeln habe ich auch mit hineingerührt.

Babassuöl 270g
Distelöl 150g
Mandelöl 150g
Kokosfett 100g
Olivenöl 100g
Jojobaöl 30g

Grüne Tonerde (wenig), Stutenmilchpulver (beides mit etwas von den geschmolzenen Fetten zu Brei manschen und ab damit in den gerade homogen gerührten Seifenleim)
Salz für die Lauge aus Gurke (geschält und püriert)

Genaue Mengen der ätherischen Öle kann ich nicht angeben:
Zuerst habe ich als Hauptbestandteile Krauseminze und Lavendel Barrème gemischt, bis mir der Duft zugesagt hat, dann Rosmarin und Limette dazu, bis ein deutlich krautig-zitroniger Duft wahrnehmbar war; abgerundet wurde mit ein paar Tropfen Amyris und etwas mehr Ylang Ylang.


Auch bei denen bröckelt's ein bisschen

Da freut sich wer auf Weihnachten

Der Herbst ist da, das Jahr fängt richtig an damit, zur Neige zu gehen, schon wieder eines furt, futsch, weg, dahin, passé. So schnell kannst du gar nicht schauen, wie die Jahre in die Büsche hechten. Als wär's in der Vergangenheit schöner als jetzt. Ts,ts. 

Alienzikaden haben schon etwas Gruseliges an sich

Yupp, die Schäfchen fürchten sich

Und manchmal fühle ich mich wie Fortunatus Wurzel aus Ferdinand Raimunds Stück Der Bauer als Millionär. Seine Jugend hat sich aber wenigstens wort- und melodienreich (Die süße Stimme von Renate Holm mochte ich schon immer) von ihm verabschiedet, meine Jugend hat sich irgendwann bei Nacht und Nebel davongemacht, die treulose Tomate, als ich gerade nicht aufgepasst habe. Ich denke aber, sie hat einen Teil ihres Gepäcks bei mir stehen lassen, gefüllt mit unsinnigen Ideen und allerhand Blödsinn. Oder sollte das - welch niederschmetternder Gedanke - schon ein Teil der Utensilien des Hohen Alters sein? Das fehlte noch! Für den Fortunatus  ist die Sache dank der Zufriedenheit damals gut ausgegangen. Bleibt noch Hoffnung in meinem Fall.

Höhöhö, habt ihr schon den neuesten Witz gehört?

Also wüür haben den schon gekannt, der hat ja
soooo einen Bart

So habe ich mich entschlossen, die Seife mit dem Namen der Idun zu belegen, der germanischen Göttin der ewigen Jugend, Ach ja. Ich wäre mittlerweile schon mit der Göttin des Schon-etwas-angeschlagenen-mittleren Alters zufrieden oder der Fee der Gebeutelten-Baby Boomer. Sollte so eine Dame sich bei mir melden und einen seifentauglichen Namen vorweisen können, dann werde ich meine Kreation umbenennen. Ich halte euch darüber auf dem laufenden, wühle inzwischen noch ein bisschen im nachgelassenen Gepäck der Jugend und höre AC/DC.

;-) miscellanea

Samstag, 8. Oktober 2016

Unterwegs im Museum - Bilderpost aus London

Kann man eigentlich museumssüchtig werden? Bei anderen bin ich mir nicht sicher, bei mir aber schon, und eines meiner liebsten Suchtmittel ist das Victoria & Albert Museum in London. Und wir waren wieder einmal in der großen Stadt, acht Tage lang. Und dieses Mal haben wir im Imperial College gewohnt, das tatsächlich nur einen Block vom V&A entfernt liegt.


Blick aus dem Fenster unserer
Studentenbude - typisch London


Abendspaziergang zur Mutter
aller Kaufhäuser


Auch in der Nähe: Libanese am
Südende der Exhibition Road mit
sehr gutem Essen

Noch näher ist das Science Museum, und um ins National History Museum zu kommen muss man auch nur dreimal umfallen. Der Weg zum Frühstück in die Mensa war länger.



Langer Weg zu grauenhaftem Kaffee in der Mensa

Schon am ersten Tag sind wir auf Entdeckungstour gegangen, haben aber natürlich auch das Museumscafé des V&A genossen. Sehr stilvolles Ambiente und dazu hervorragende Scones mit Clotted Cream und Konfitüre, außerdem sehr guter Kaffee. 



Futtern in imperialer Pracht


Die Buben würden doch nie, so direkt über die Tische,
oder doch? Der linke lacht noch über seinen Streich,
der rechte würde glatt meine Kaffeetasse treffen

Wir hätten noch länger sitzenbleiben können, aber wir haben uns aufgerafft, unsere Bekanntschaft mit diesem wunderbaren Museum zu erneuern, an diesem Tag und an den folgenden.
Auch den anderen alten Bekannten, das NHM mussten wir begrüßen. Und am nächsten Tag waren wir gleich wieder dort, in einer sehr guten Ausstellung, Colour and Vision, über die Evolution des Sehsinnes.


Darwin Center: Evolution im Kokon


Auftritt Stegosaurus: Wie dynamisch ein Skelett wirken
kann, wenn es gut in Szene gesetzt wird


Warum ist der Dodo dod?

Ich weiß, dass anhand all der ausgestopften Tiere in den Museen dieser Welt viele wichtige Entdeckungen gemacht worden sind. Trotzdem kräuseln sich bei ihrem Anblick oft meine Nackenhaare. Diese Exponate haben etwas dezidiert Morbides. Der arme Dodo ist sicher eines der traurigsten Ausstellungsstücke des naturhistorischen Museums in London. Seine Art wurde buchstäblich aufgefressen. Nach Mauritius eingeschleppte Ratten und Schweine fraßen die Gelege und die hungrigen Matrosen der anlandenden Schiffe die zutraulichen Vögel selbst. An der Wende zum 18. Jahrhundert waren die Dodos ausgestorben. Und erst Alice im Wunderland rückte den gemütlichen Vogel mit seinem absurden Caucusrennen in den Fokus der Öffentlichkeit. Aber da war es schon zu spät für ihn. Alles was bleibt sind ein paar morsche Knochen.


Am Gebäude des NHM kreucht und
fleucht, wächst und klettert es überall


Er hat mir Tipps zum Bücherkauf
gegeben. Da habe ich nicht nur die
Bücher, sondern auch ihn eingepackt

Nachdem wir am Montag Nachmittag endlich einmal eine Fahrt mit dem London Eye absolviert hatten, damit wir da auch einmal gewesen sind und mitreden können, ging es am nächsten Tag ans Wasser.



Elegant verspannt - Cutty Sark

Die Cutty Sark kann endlich wieder besichtigt werden, einer der schnellsten Teeclipper, die jemals gebaut wurden, ein wahrhaft schnittiges Schiff. Ich bin ja eine Landratte, aber die schönen Linien dieses Schiffs sind sogar mir aufgefallen.


Fingerzeig Richtung Zukunft

Es ist schade, dass so ein Schiff die Meere nicht mehr befahren kann, aber die Dame ist eben in die Jahre gekommen und den letzten Rest eventuell noch vorhandener Seetüchtigkeit vernichtete ein Brand im Jahr 2007. Es ist ein Glück, dass von dieser Ikone der Schiffsbaukunst überhaupt noch etwas zum Besichtigen übrig ist. Der Segler muss auch nicht schnöde an Land herumstehen, sondern er schwebt dank einer abenteuerlichen Stützkonstruktion einfach darüber, so dass man den Rumpf sogar von unten ausgiebig betrachten kann.


Auch von unten perfekt

Die Damen und Herren unten auf dem Bild, die alle so aufmerksam nach vorne oben schauen, können auch als Pensionäre nicht von ihrer Wachsamkeit, die sie als Galionsfiguren auszeichnet, lassen. So passen sie eben heute alle auf, dass die Cutty Sark nicht vom Kurs abkommt oder wieder einmal abbrennt. Bei so einer Wachmannschaft kann dem Schiff auch gar nichts mehr passieren. Noch dazu wacht auch Nannie, die Galionsfigur im namensgebenden cutty sark, dem kurzen Hemd, über das Schiff. Warum aber der Reeder sich die Hexe Nannie aus dem Gedicht Tam o' Shanter von Robert Burns als Schutzpatronin und Namensgeberin für seinen Segler ausgesucht hat, wo die doch gar kein Gewässer überqueren konnte, wissen die Götter. Ich habe mich jedenfalls immer gefragt, woher der eigenartige Name des Schiffes kommt. Jetzt weiß ich es.



Ehrenamtlich wachende Pensionäre

Auch am Nachmittag blieben wir dem Wasser treu und haben die Thames Barrier mit dem Schiffchen umrundet.



Menschenwerk gegen Naturgewalt ...

Aus der Nähe wirkt die Anlage beeindruckend groß, aber aus größerer Entfernung erscheint das Sperrwerk geradezu zierlich, da die Sperrwände dazwischen natürlich versenkt sind.



... wie eine Handvoll Kieselsteine
im Bachbett

Ach ja, mit der Emirates Air Line sind wir auch "geflogen", aber nur über die Themse. Diese Fahrt mit der Seilbahn war viel vergnüglicher als die Gondelei im London Eye.

Am Dienstag ging es dann wieder einmal wohin? Genau, ins Museum. Und noch genauer: Sogar in zwei. Aber zuerst einmal stand das Charles Dickens Museum auf dem Programm, ein stimmungsvolles Haus mit einem schönen kleinen Garten, in dem man sitzen und Kaffee trinken kann. Die Ausstellung selbst ist informativ und sehenswert.


Platz für den Dichter


Marley's Gesicht wollte nicht erscheinen.
Es war eben nicht Weihnachten.

Am Nachmittag stand dann das völlig abgefahrene Sir John Soane's Museum auf unserem Programm, eine Art Architekturmuseum im ehemaligen Wohn- und Bürohaus des Architekten Sir Joan Soane, der unter anderem die Bank of England gebaut hat. Leider (oder danke danke!) durfte man nicht fotografieren. Ihr hättet euch sonst noch einmal vierzig Bilder mehr ansehen müssen. Räume, Lichthöfe, Nischen und Winkel - fast jeder Raum ist behängt, zugestellt, vollgestopft mit Skulpturen, Architekturdetails, Antiken, Gemmen und Bildern, die aufklappbar hintereinander hängen. Es sieht aus wie im Raum der Wünsche in Hogwarts. Gebt einmal "Sir John Soane's Museum" in die Bildersuche bei Tante Google ein und stellt euch die Ergebnisse weniger gut ausgeleuchtet vor. Ein wahres Labyrinth! Nur einige Räume im Erdgeschoss und die oberen Stockwerke sind "normal" möbliert. Der Salon im Obergeschoß wirkt sogar recht luftig, obwohl auch hier in die Winkel Bücherschränke eingepasst wurden und Büsten recht prekär auf Holzbalken hoch über den Köpfen der Besucher schweben. Hier gab's für mich einen Stuhl an den großen Fenstern, wo ich mich ein bisschen von der überwältigenden Menge an Ausstellungsstücken erholen und dem faulen Leben auf dem Lincoln's Inn Field zusehen konnte.
Anderntags dann die Portobello Road. Da war ich noch nie, und wir wollten sie einmal gesehen haben. Nun ja, hm, es war ein netter Spaziergang, gemütlich, den man wiederholen könnte. Aber ich hätte, selbst für viel Geld, nicht Vieles gefunden, das ich dort kaufen hätte wollen.


Shabby war einmal: Portobello Road


Fast nur mehr "Geldige" können
hier etwas Schönes leisten. Das

billige Zeug ist wie überall


Traum oder Albtraum? Hunderte alter Nähmaschinen
als Dekoration in einem Modeladen - Wenn die
nachts lebendig werden!

Am Spätnachmittag ein bisschen Busfahren. Das macht in London richtig Spass. Man sieht etwas, kommt überall hin und muss sich nicht in die klaustrophobische Enge der Londoner U-Bahn zur Rush Hour begeben. Aussteigen am Oxford Circus, sich treiben lassen und wohin? Ins Liberty, das Traumkaufhaus der Stoffsüchtigen, aber Stoffe sind natürlich nicht alles, was man sich dort ansehen kann. Ansehen, weil Kaufen häufig ausgeschlossen ist, wenn man abends noch Geld für Futter und Bett übrig haben möchte. Aber zugegeben: Eine oder mehrere Kleinigkeiten findet man schon, so ab und an und auch hin und wieder ...


Durchschnittliches Gedränge zur
Rush Hour am Oxford Circus


Mein Lieblingskaufhaus - Nicht, dass
ich mir hier sehr viel leisten könnte

Nächster Tag, nächste Ausstellung: Die Sonderausstellung Undressed: A Brief History of Underwear im Victoria und Albert Museum widmet sich den Unaussprechlichen, deren Nichtvorhandensein und dem Drumherum. Ungemein interessant und furchterregend, in welche gesundheitsschädigenden Konstruktionen sich die Leute, vor allem die Leutinnen, gezwängt haben, um entweder auszusehen wie eine schwangere Wespe, eine Sanduhr oder flachbrüstig wie ein Brett. Schneider vernähten Berge an Stoff und Stützgeflechten für Unterröcke von der Größe eines Bierzelts und den berühmten Cul de Paris, vulgo Pariser Hintern, und meterweise Latten und Lättchen aus Stahl und Fischbein für Korsetts, die betonten, was auch immer gerade als Körperform en vogue war, und die ich - den Göttern sei Dank auf ewig - nicht tragen muss. Keine Korsetts, keine Krinolinen, keinen Weiberspeck, nichts. Was für eine Freiheit! Natürlich gibt es auch heute noch jede Menge unbequemer Dessous, aber sie nehmen uns wenigstens nicht den Atem und die Bewegungsfreiheit oder gar die Gesundheit.

Um die Unterwäscheausstellung herum waren einige der Schätze aus der umfangreichen Textilsammlung des Museums zu bestaunen, z.T. ganz wundervolle Kleider, wahre Schneiderkunst. Man darf nur nicht daran denken, was darunter getragen werden musste, um sie zur gewünschten Wirkung zu bringen.


Der letzte Schrei längst
vergangener Tage


Irgendwie pikant, dass die Damen
unter all dem züchtigen Stoff
eigentlich nie Höschen trugen

Zum Auslüften nach all der Unterwäsche spazierten wir nachmittags Richtung Kensington Palace. Von der Exhibition Road aus kann man durch kleine Straßen gemütlich dorthin wandern, teilweise durch Mews, alte Stallgassen, die jetzt, saniert und chic, begehrte Wohngegenden sind. Die Roof Gardens waren an diesem Tag leider geschlossen, also bummelten wir ein bisschen durch die Geschäfte auf der Kensington High Street.


Kensington Palace ist wie alle Paläste dieser Machart: Prunkzimmer in Gold und Brokat, alles zum Bestaunen. Jeder kann sich das vorstellen. Daneben gibt es aber auch etwas "wohnlichere" Räume, Betonung auf "etwas" und die Ausstellung Fashion Rules mit Kleidern der Damen Elizabeth, Margaret und Diana. Echt nett, aber mein unterwäscheverseuchtes Hirn lief andauernd im Röntgenmodus (Nein! Keine Bilder, keine Bilder ...).


Die Schnörkelpracht bei Königs in
Kensington Palace steigert wieder
meine Wertschätzung der Moderne


Wie müde muss man sein, um in
Anwesenheit dieser Tapete Schlaf
 zu finden?


Da lobe ich mir doch diesen Platz:
Hell, gemütlich, mit Aussicht


Von hier aus regierte die kleine
Mächtige zeitweise


Auch ohne direkten Größenvergleich
sieht man, wie klein Königin Victoria
gewesen ist

Am Samstag flüchteten wir vor dem Regen in das Geffreye Museum. Draußen schüttete es, also keine Besichtigung der Gärten, es wurde den ganzen Tag nicht richtig hell, innen Wohninterieurs der Mittelschicht im Wandel der Jahrhunderte, eine kleine Bibliothek, ein sehr gutes Café und ein weiterer feiner Museumsshop - was will man mehr. Ich liebe das.



Ehemaliges Armenhaus mit großzügigem Garten,
jetzt ein Museum für Wohnkultur


Stretch Limo von Anno Tobak - Gemälde im Rundgang
an der Kapelle

Am Nachmittag noch ein bisschen bei Regen in der Stadt herumgewandert, zufällig Konzertprobe von Mozarts Requiem in St. Martin in The Fields gehört, mit einem der allerletzten Uraltbusse mit Plattform gefahren, Evensong in St. Paul's gehört, wunderschön erbaulich und die beste Art die Kirche ohne hektische Besucher, aber dafür mit Chormusik zu genießen. Danach beim Thailänder gut gespeist. Manchmal sind Regentage einfach die schönsten Urlaubstage.



Wer möchte nicht wie Arthur
Sullivan von einer üppigen und
völlig unterwäschelosen Schönen
dramatisch betrauert werden


Ich dachte, die gibt's nicht mehr.
Vielleicht ein kleiner Time Warp?


Nein, keine Stadt auf einem
fremden Planeten 

Da unser Rückflug erst am Sonntag Abend ging, hatten wir noch Zeit für einen kurzen, schon etwas müden Sprung ins Science Museum, einen Bummel durch den wieder sonnigen Regent's Park und ein letztes leckeres Futterchen beim Libanesen.



Kondensat radikalen Wandels in einer kleinen,
unspektakulären Vitrine: Edward Jenner's
Impflanzetten, eine von John Harrisons Uhren, die
die Seefahrt revolutionierten und ein frühes
Dampfmaschinenmodell von James Watt


Ein Garten als Gärtner


Ausruhen im Regent's Park: Bank im Rosengarten

Wieder sicher zuhause gelandet, habe ich anderntags ein Seifchen gesiedet, davon mehr im nächsten Post und mich auf meine zweite Reise in diesem September vorbereitet. Nein, nein, ich war nicht zu faul, um einen Post zu schreiben, ich hatte keine Zeit. Urlaub ist so zeitintensiv. Nächstes Jahr im September wollen wir wieder nach London. Ob ich es so lange ohne Victoria und Albert aushalte? Ich muss wohl.

miscellanea
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